Ortheils Empfehlungen

Leseliste April 2020

Klaus Siblewski - Es kann nicht still genug sein


Schriftsteller sprechen über ihre Schreibtische

Klaus Siblewski, das „Urgestein“ der deutschen Lektoren (Lektor u.a. von Günter Grass, Peter Härtling, Ernst Jandl und Terézia Mora), hat mit zehn bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern nicht nur über ihre Schreibtische, sondern (viel weitergehend und detailliert) darüber gesprochen, wie, wann, wo sie mit welchen Mitteln arbeiten. Ein ideales Buch für alle, die mehr über das Zeitmanagement in einem Homeoffice von Menschen wissen wollen, die seit ewigen Zeiten dort (freiwillig und lustvoll) arbeiten! 

Lena Zeise - Schreibschriften


Eine illustrierte Kulturgeschichte               

Lena Zeise stellt in ihrem wunderbaren, reich illustrierten Buch das jahrtausendalte Schreiben mit der Hand in allen Facetten vor. Letztlich geht es darin aber nicht um einen historischen Überblick, sondern um die „Poesie des Schreibens“, die in den digitalen Zeiten zu verloren gehen droht. Ein Buch für Eltern, die ihre Kinder motivieren und anleiten wollen, zu einer der wichtigsten Tätigkeiten von Hand und Gehirn zurückzukehren und jene Schriftformen zu finden, die das eigene Erleben und Denken auf schönste Weise zum Ausdruck bringen!

Olga Tokarczuk - Der liebevolle Erzähler


Vorlesung zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur

Die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk hat im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Literatur des Jahres 2018 erhalten. In ihrer weit ausholenden Rede aus diesem Anlass denkt sie über ihr Erzählen und Schreiben nach und entwirft eine Poetik, die vielen nur scheinbar sehr unterschiedlichen Motiven, Themen und Welten Einlass in ihre Arbeiten ermöglicht. So erfindet sie den faszinierenden Bau eines universalen, enzyklopädischen Erzählens, das unsere vielfältigen, vibrierenden Welten einfangen und mehr sein soll als das Erzählen eines einzelnen Menschen!

Hanns-Josef-Ortheil Autorenblog